20.11.2020 | 14:25

Überbrückungshilfe: Neuerung und Tipps

Lesen Sie hier was sich geändert hat und worauf Studierende achten sollten, die bereits im Sommer 2020 Überbrückungshilfe beantragt haben.

Seit Freitag, 20.11.2020, können Studierende in pandemiebedingter Notlage erneut einen monatlichen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online über die Webseite www.überbrückungshilfe-studierende.de

Der Antrag kann ab November 2020 gestellt werden; für jeden weiteren Monat muss ein Folgeantrag gestellt werden. Die Überbrückungshilfe soll bis Ende des Wintersemesters 2020/2021 (31.03.2021) reaktiviert werden.

Folgende Neuerungen gelten im Vergleich zu Sommer 2020:

  • Wenn die pandemiebedingte Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses nicht erbracht werden bzw. schriftlich dokumentiert werden kann, reicht neu auch eine Selbsterklärung, aus der sich Grund und Umstände der Kündigung ergeben.
  • Wenn die geforderten zwei schriftlichen Ablehnungen von mindestens zwei Stellenbewerbungen nicht erbracht werden können, reicht neu auch eine Selbsterklärung zu erfolglosen Bewerbungen und deren Ablehnung.
  • Es müssen nunmehr nur die Kontoauszüge vom Vormonat sowie vom laufenden Monat bis zum Vortag der Antragstellung hochgeladen werden. Sofern Sie nur Monatsauszüge erhalten, prüfen Sie, ob Ihre Bank für den (laufenden) Antragsmonat die Möglichkeit einer lückenlosen Einnahmen-Ausgabenübersicht vom Kontostand des letzten Kontoauszuges bis zum Banktag vor Ihrer Antragstellung vorhält.
  • Es müssen nur noch die Kontoauszüge für die Konten hochgeladen werden, auf die kurzfristig zugegriffen werden kann.
  • Erhaltene Mittel, die nicht der Bestreitung des Lebensunterhalts dienen (z. B. Technikfonds Berlin für IT-Ausstattung oder Betriebshilfen für Soloselbständige) werden nicht angerechnet.

Informationen für Studierende, die bereits im Sommer 2020 Überbrückungshilfe beantragt haben:

  • Sie müssen unbedingt Ihre bisherigen Zugangsdaten verwenden, denn wenn eine Antragstellerin oder ein Antragsteller aus dem Sommer 2020 andere Zugangsdaten nutzt – hiermit ist vor allem die Mailadresse gemeint –, legt sie/er einen neuen Antrag an. Spätestens an der Stelle, an der die Telefonnummer verifiziert werden muss, scheitern diese Antragsteller/-innen, denn das Portal wird bei einer nicht geänderten Telefonnummer zurückmelden: "Diese Telefonnummer gibt es schon in einem anderen Antrag".
  • Wichtig ist, dass Sie eine aktuelle Studienbescheinigung des Wintersemesters hochladen.

Folgende Nachweise müssen eingereicht werden:

  • die Immatrikulationsbescheinigung Ihrer Hochschule für das Wintersemester 2020/2021
  • Ihren Personalausweis oder einen gleichwertigen Identitätsnachweis, zum Beispiel Reisepass mit Meldebescheinigung eine Bankverbindung in Deutschland
  • Ihre Erklärung, dass Sie für den Monat, in welchem Sie diese Überbrückungshilfe beantragen, keine weitere pandemiebezogene Unterstützung zur Bestreitung Ihres Lebensunterhalts beantragt haben (zum Beispiel von Notfonds, Stiftungen oder Fördervereinen) bzw. aus bereits gestellten Anträgen keine weiteren Hilfen erwarten. Wenn Sie andere Mittel erhalten, die nicht der Bestreitung des Lebensunterhalts dienen, etwa Unterstützung aus einem Technikfonds für Ihre IT-Ausstattung, oder Betriebshilfen für Soloselbständige, können Sie, wenn Sie nachweislich in einer pandemiebedingten Notlage sind, trotzdem Überbrückungshilfe erhalten.
  • Ihre Erklärung, warum Sie sich in einer pandemiebedingten Notlage befinden, wenn vorhanden belegt mit den entsprechenden Dokumenten: pandemiebedingte Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses durch den früheren Arbeitgeber oder eine Selbsterklärung zum Wegfall Ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit, oder eine Selbsterklärung, dass die familiäre Unterstützung pandemiebedingt weggefallen ist, oder die dokumentierte, schriftliche Ablehnung von mindestens zwei Bewerbungen bzw. eine Selbsterklärung zu Ihren Bewerbungen und den Ablehnungen
  • die Kontoauszüge für alle Konten (inkl. paypal, amazon payments), auf die Sie kurzfristig Zugriff haben, jeweils vom Vormonat der Antragstellung und vom laufenden Monat bis zum Vortag der Antragstellung. Achtung: Sie dürfen auf diesen Kontoauszügen nichts schwärzen, sonst gilt der Antrag als unvollständig. Die Kontoauszüge müssen gut lesbar und Ihr Name darauf gut erkennbar sein!
  • Für alle anderen Konten, auf die Sie kurzfristig keinen Zugriff haben bzw. auf denen sich keine Geldbeträge befinden reicht folgende Erklärung: „Ich versichere, dass ich sämtliche Angaben zu mir verfügbaren Guthaben auf Konten gemacht habe und über kein Guthaben auf weiteren Konten verfügen kann. Darüber hinaus bestehen auch keine abrufbaren Guthaben bei Zahlungsdienstleistern, wenn diese Konten nicht aufgelistet sind (wie z.B. paypal, amazon payments).“
  • Ihre Selbsterklärung, dass mit einem erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums zu rechnen ist

Wichtig:

  • Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung mehr als 500 Euro auf dem Konto hat, kann die Überbrückungshilfe nicht erhalten.
  • Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der pandemiebedingten, individuellen Bedürftigkeit. Entscheidend ist der Kontostand am Vortag der Antragstellung. Das bedeutet beispielsweise: Wenn Sie den Antrag am 22. November 2020 stellen, ist der Kontostand vom 21. November 2020 relevant.
  • Unvollständige Anträge können nicht bearbeitet werden. Schicken Sie den Antrag also erst ab, wenn Sie alle erforderlichen Dokumente hochgeladen haben.
  • Für den Monat November muss der Antrag innerhalb des Monats November 2020, also bis spätestens 30. November 2020 gestellt werden.

Weitere Informationen

Die gesamte Übersicht der häufigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Überbrückungshilfe finden Sie hier.

Für allgemeine Fragen steht Ihnen eine bundesweite kostenfreie Hotline zur Verfügung: Telefon: 0800 26 23 003, oder per E-Mail: ueberbrueckungshilfe-studierende[at]bmbf.bund.de

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