12.01.2021 | 15:55

BAföG: Verlängerung der Förderungshöchstdauer

Für alle im Wintersemester 2020/2021 eingeschriebenen Studierenden wird die individualisierte Regelstudienzeit landesweit um ein weiteres Semester erhöht.

Mit der kurz vor Weihnachten veröffentlichten dritten Änderung der Corona-Epidemie-Hochschulverordnung (GV2020.NRW.S.1211) wurde nunmehr auch für alle im Wintersemester 2020/2021 eingeschriebenen Studierenden die individualisierte Regelstudienzeit landesweit um ein weiteres Semester erhöht, um den pandemiebedingten Einschränkungen im Hochschulbetrieb Rechnung zu tragen.

Die Änderung hat auch Auswirkungen auf die Förderungshöchstdauer nach dem BAföG: Analog zum Sommersemester 2020 greift die Verlängerung der Regelstudienzeit auch für Studierende, die im Wintersemester 2020/2021 an einer staatlichen bzw. kirchlichen Hochschule eingeschrieben sind, durch. Die Förderungshöchstdauer erhöht sich auch für das Wintersemester 2020/2021 um ein Semester. Nach dem Sommersemester 2020 wird demnach nun auch das WS 2020/2021 förderungsrechtlich als sogenanntes „Null-Semester“ gewertet. Das heißt, dass die landesrechtliche Regelungen zur pandemiebedingten Verlängerung der Regelstudienzeit und die daraus folgenden Nichtanrechnung betroffener Semester im Hinblick auf termin- bzw. (fach-) semestergebundene BAföG-Vorschriften bundesausbildungsförderungsrechtlich nachvollzogen werden.

Konkret bedeutet dies:
Studierende, deren Förderungshöchstdauer mit Ablauf des WS 20/21 endet, ihr Studium aber nicht beenden konnten, können ein weiteres Semester lang BAföG erhalten. Es muss einfach ein entsprechender Antrag auf BAföG gestellt werden. Weitere Informationen bekommen Sie über Ihre/n BAföG-Berater/in. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

Wichtiger Hinweis: Dies gilt allerdings nur für Studierende, die sich im Wintersemester 2020/21 noch in der Regelstudienzeit befinden. Zudem können für Studierende der Kunsthochschulen andere Regelungen gelten.

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