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Tipps zum Wohnen

Der ehrliche Guide fürs Wohnen beim Studierendenwerk Bielefeld

Erstes eigenes Zimmer, neue Leute, neue Stadt – und oft zum ersten Mal gemeinsames Wohnen auf engem Raum.

Im Wohnheim treffen viele unterschiedliche Gewohnheiten, Tagesabläufe und Lernphasen aufeinander.  Umso wichtiger sind Offenheit, Toleranz und Rücksicht: Wer respektvoll miteinander umgeht, miteinander spricht und auch mal Nachsicht zeigt, sorgt für ein entspanntes Miteinander.

Und manchmal sind es schon die kleinen Dinge – richtig lüften oder Müll trennen –, die den Wohnalltag für alle angenehmer machen. Die wichtigsten Tipps gibt es hier.

Tipp: Ein Putzplan spart nicht nur Zeit, sondern auch unnötige WG-Diskussionen. Einfach ausdrucken, gemeinsam ausfüllen und los geht's.

 Dein WG-Putzplan

 

Lüften

Lüften klingt langweilig, ist aber wahrscheinlich der wichtigste Wohnheim-Hack überhaupt.

Richtiges Lüften hilft gegen schlechte Luft und Feuchtigkeit, außerdem senkt es das Risiko für Schimmelbildung. Besonders nach dem Duschen, Kochen oder langen Lernsessions sammelt sich schnell Feuchtigkeit im Raum. Deshalb:

  • mehrmals täglich stoßlüften
  • Fenster komplett öffnen
  • nicht dauerhaft auf Kipp lassen
  • Heizkörper beim Lüften runterdrehen

Raumklima

In vielen Wohnanlagen findest du Raumklimakarten als Orientierung für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das klingt erstmal technisch, hilft aber wirklich dabei, Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden.

Als Richtwert gilt:

  • Raumtemperatur: etwa 18–22 °C
  • Luftfeuchtigkeit: idealerweise 40–60 %

Wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch ist: bitte mehr lüften.

Mülltrennung

Müll wird getrennt. Und zwar richtig. Hier kannst du nachlesen, was wo hineingehört.

Restmüll (Schwarze Tonne)

Hier hinein gehören zum Beispiel:

  • Hygieneartikel (Wattestäbchen, Windeln, Slipeinlagen)
  • verschmutzte Verpackungen (auch Pizzakartons)
  • Staubsaugerbeutel
  • Essensreste
  • zerbrochenes Glas oder Porzellan
  • Zigarettenstummel

Wertstoffe (Gelber Sack / Gelbe Tonne)

Hier hinein gehören zum Beispiel:

  • Joghurtbecher
  • Konservendosen
  • Verpackungsfolien
  • Milch- und Getränkekartons
  • Plastikverpackungen (Spül- oder Reinigungsmittel)
  • Alufolie und Aluschalen
  • Styroporverpackungen

Papier & Karton

Hier hinein gehören zum Beispiel:

  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Schreibpapier
  • Kartons und Pappe (sauber, vorher bitte klein machen)
  • Papierverpackungen

Und sonst?

  • Glasflaschen separat sammeln und in einen Altglas-Container werfen
  • Pfandflaschen separat sammeln und zurück in den Supermarkt bringen
  • Sperrmüll nicht einfach abstellen, sondern eine Abholung bestellen (Stadt Bielefeld)

Küche & Alltag

Egal ob WG-Küche oder eigenes Apartment: Eine saubere Küche macht den Wohnalltag für alle angenehmer. Oft helfen schon ein paar einfache Gewohnheiten:

  • Geschirr möglichst zeitnah abwaschen
  • Herd und Arbeitsflächen sauber hinterlassen
  • Essensreste regelmäßig entsorgen
  • Kühlschrank sauber halten und Inhalte regelmäßig überprüfen

Für die Reinigung reichen meistens schon Spülmittel, Küchenreiniger, ein Schwamm und ein Mikrofasertuch. So bleibt die Küche ein Ort, an dem man sich gerne aufhält.

Bad & Alltag

Niemand erwartet Perfektion. Aber gerade im Bad helfen kleine Routinen dabei, dass sich alle wohl fühlen.

  • Waschbecken, Dusche und Toilette regelmäßig sauber machen.
  • Haare aus dem Abfluss entfernen.
  • Bad ohne Fenster mit Lüftung: Nach dem Duschen Tür geschlossen halten, Lüftung 15 bis 30 Minuten nachlaufen lassen. (Feuchte Luft soll direkt abgesaugt werden.)
  • Bad mit Fenster ohne Lüftung: Nach dem Duschen Fenster sofort ganz öffnen, Tür zunächst geschlossen halten. (Feuchte Luft soll direkt nach draußen ziehen.)

Putz-Tipps: Für die Badeinigung reichen meistens schon ein einfacher Badreiniger, WC-Reiniger sowie ein Schwamm oder Tuch. Für die Toilette unbedingt ein separates Tuch oder einen separaten Schwamm verwenden.

Lautstärke & Alltag

Die besten Wohnheim-Momente entstehen oft gemeinsam – solange sich dabei alle wohlfühlen können. Deshalb gilt:

  • Musik und Gespräche abends und nachts etwas leiser halten.
  • Küchen-Talks gerne führen – aber mit Rücksicht auf andere.
  • Lern- und Schlafphasen respektieren.

Waschmaschine, Trockner & Co.

In vielen Wohnanlagen gibt es Gemeinschaftswaschräume oder Trockenräume. Damit das im Alltag gut funktioniert:

  • Wäsche nach dem Waschen und Trocknen zeitnah abholen (Tipp: Timer stellen)
  • Waschmittel selbst mitbringen
  • Maschinen und Räume sauber hinterlassen

Wäsche sollte möglichst nicht im Zimmer getrocknet werden, da dadurch die Luftfeuchtigkeit steigt und Schimmel schneller entstehen kann.

Energie bewusst nutzen

Schon kleine Gewohnheiten helfen dabei, Energie und Ressourcen zu sparen:

  • Licht ausschalten, wenn du den Raum verlässt
  • Geräte nicht dauerhaft im Stand-by, sondern ausstellen
  • Heizkörper nicht zustellen (z.B. mit Möbeln oder Koffern)
  • Wasser bewusst nutzen

Gerade dort, wo viele Menschen zusammenwohnen, macht das einen echten Unterschied.

Wenn mal etwas nicht rundläuft

Ob technische Probleme, Fragen zum Wohnen, verlorene Schlüssel, Internetprobleme oder Herausforderungen im WG-Alltag – du musst das nicht allein lösen. Das Team Wohnen und die Hausmeister:innen helfen dir gerne weiter.

Sicherheit & Alltag

Schon kleine Dinge helfen dabei, Schäden zu vermeiden und das Wohnen für alle sicherer zu machen:

  • Wasserhähne nicht unnötig laufen lassen und bei längerer Abwesenheit prüfen, ob alles abgestellt ist
  • auf Ceranfeldern nichts dauerhaft abstellen
  • heiße Töpfe nur auf hitzebeständigen Flächen abstellen
  • keinen Müll dauerhaft im Zimmer lagern, um Schädlinge zu vermeiden

Und wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt oder du unsicher bist: lieber einmal mehr beim Hausmeisterteam nachfragen. Es hilft gerne weiter.

Einziehen. Ankommen. Wohlfühlen.